Klitschnass bis auf die Knochen - Island

By Donnerstag, März 02, 2017 ,

Nach einem echt leckeren und mega liebevollen Frühstück ging es am Sonntag für uns weiter bis nach Höfn, so der Plan ;)

Unser Frühstück
Zuerst fuhren wir die Ringstraße allerdings ein Stück zurück, uns fehlte ja noch etwas was wir Samstag Abend abgebrochen hatten. Also auf gen Westen. Hier scheiden sich die Geister ob das so clever war. Landschaftlich auf jeden Fall, aber macht euch ein eigenes Bild.

Also, es ging zurück ... Dyrhólaey, Kirkjufjara Beach und Black Sand Beach wollten von uns noch besichtigt werden.
Angekommen bei Kirkjufjara Beach beschlossen wir im Auto schon, nicht lange zu bleiben. Hier hatten die unter uns einen Vorteil, die Outdoorhose anhatten. Es schüttete wie aus Eimern. Diesmal haben wir den Wettergott nicht milde gestimmt, er war definitiv gegen uns.
Also gingen wir uns erstmal umschauen, die Kameras in Gefrierbeutel getan als Regenschutz. Bis zum Strand kamen wir bei Kirkjufjara Beach gar nicht runter. Abgesperrt. Lebensgefahr! Und das war auch ernst gemeint! Also blieben wir oben und schauten uns kurz um, machten eine kleine Filmaufnahme um Wind und Wetter aufzuzeichnen und rannten zurück zum Auto. Keine 10 Minuten draußen und der Regen hat uns komplett durchgeweicht.
Das triste Wetter bei Kirkjufjara Beach
Man beachte die Wassertropfen auf der Linse
Wir fuhren hoch zum Leuchtturm Dyrhólaey, was aufgrund der schmalen "Straße", einem kleinen Weg der wie so oft nicht geteert oder gepflastert war, super steil, eine kleine Herausforderung. Ohne 4x4 wären wir da wohl nie im Leben hochgefahren. War doch etwas beängstigend. Die Aussicht muss bei schönem Wetter vom Leuchtturm aus phänomenal sein, wir haben es leider nicht erleben dürfen.
Der Leuchtturm
Die Aussicht
Allen Mut zusammen genommen und das Stück wieder runter gefahren und dann zurück auf die Hauptstraße zum BSB. Bis hier hin hatten wir übrigens kaum Touristen getroffen, entweder lag es an der Uhrzeit, kurz nach 9 Uhr morgens, oder aber an dem Wahnsinnswetter...

Am Black Sand Beach angekommen, wussten wir wo die anderen Touristen waren ;) Der schwarze Strand war beeindruckend. Wie in einer kleinen anderen Welt, schwarzer Sand, riesengroße Basaltsäulen, nebelverhangener Horizont, ein bisschen wie im Horrorfilm, aber auf jeden Fall einen Besuch wert.
Basaltsäulen
Mit Sicherheit auch von der Natur erschaffen :p
Mittlerweile waren die Outdoorhosen zwar wieder getrocknet, aber die Leggings für unter die Hosen und auch die Jeanshose waren immer noch klamm... Was sich übrigens erst änderte, als wir abends in Höfn ankamen und sie auszogen.
Nicht so trocken...
Wir fuhren durch Vík durch, tankten und hielten später auf der Fahrt noch bei ein paar Wasserfällen, die uns die nette Dame aus der Unterkunft empfohlen hatte, an. Kirkjubæjarklaustur, Systrafoss und Stjornarfoss.
Systrafoss aus dem Auto, manchmal lohnt sich das Aussteigen nicht :D
Stjornarfoss
Gegen Mittag kam endlich die Sonne raus und wir pausierten im Skaftafell Nationalpark. Wenn noch Zeit ist sollte auf jeden Fall eine Wanderung geplant werden. Es war echt schön hier. Hier kam uns leider unser straffer Zeitplan etwas in die Quere. Beim nächsten Mal wird sich hierfür definitiv mehr Zeit genommen!

Das Highlight des heutigen Tages, ich spreche wohl für uns alle, war mit Abstand die Gletscherboottour im Jökulsárlón. Es gibt zwei Arten die gebucht werden können. Nehmt ein bisschen mehr Geld in die Hand und bucht die große Tour (Zodiac Tour), es lohnt sich auf jeden Fall.
Wir sind nicht nur vorne etwas über den Gletschersee gefahren, sondern an den abgebrochenen Gletscherstücken vorbei, bis hin zum Gletscher selber. Wahnsinn!
Glasklar
Leider ist eins der größten Probleme, dass am Tag mehrere Stücke von dem Gletscher rausbrechen und sich der Gletscher damit rasant verkleinert. Das Abbrechen selber ist allerdings eins wahres Erlebnis. Außen ist der Gletscher weiß wie Schnee oder schwarz durch die Asche. Wenn aber etwas abbricht, sieht man, dass er tiefblau ist. Ein wahnsinnig cooler Anblick!
Wir haben mal ein paar Fotos für euch rausgesucht:
Hier ist gerade ein Stück vom Gletscher abgebrochen
Risse sind keine Seltenheit
Dieser Blauton!
Die Gesamtkulisse
Solltet ihr eine Tour machen wollen, überlegt es euch rechtzeitig. Oft sind sie weit im Voraus ausgebucht, also macht euch lieber vorher schlau. Auch in der Nebensaison ;)
Nehmt auf jeden Fall eine Kamera mit, am besten mit einem Gurt zum umhängen. Alleine schon die Anzüge, die wir bekommen haben, waren ein Foto wert. Wir sahen in ihnen etwas aus, wie zu groß geratene Minions.
Vergesst auf keinen Fall Handschuhe, gerade wenn ihr Fotos machen wollt. Das bekommt ist nicht gerade langsam. Der Wind ist echt kalt!
Ende der Gletschertour
Alles andere verlief unspektakulär:
Wir machten uns auf den Weg zur Unterkunft, gingen einkaufen und teilten uns das Haus mit vielen jüngeren Leuten die von überall aus der Welt herkamen. Das Schlafzimmer aber war nur für uns allein. Wir kochten ganz kreativ Nudeln und teilten uns eine Pizza bevor wir noch ein bisschen dummes Zeug quatschten, duschen gingen und einschliefen.

Bis dahin

Eure Burger Traveller


P.S: Noch ein kleines Missgeschick an dem Tag, was wir allerdings erst merkten als wir die nassen Sachen auszogen und uns in was bequemes begeben wollten, da hatte einer von uns seine Jogginghose in der Unterkunft in Vík liegen lassen. Stellt euch einen Urlaub ohne Jogginghose vor ;)

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